Ecos de la Paz

No 01 / Abril de 2001


Daniel Ott & Irene Fröhlicher
Casilla 4524
La Paz
Bolivia
Tel. +591-2-495343
daniel@interlama.net
irene@interlama.net
www.interlama.net


Ein- und Ausblicke Quinoa, das Korn das keines ist... Ecos aus dem Projekt
Innovativer Wohnungsmarkt Pressealltag & Politik Ecos aus dem Projektumfeld
Wohnen im Glaspalast Der Coca-Konflikt Wer ist INTERTEAM?
Ein Blick in Kochtöpfe Lebenskosten interlama-home


Daniel und Irene im Spiegel

Ein- und Ausblicke

Seit vier Monaten schlagen unsere Herzen kräftig in und für La Paz. Die faszinierende Stadt nimmt uns immer wieder den Atem, und dies nicht nur wegen ihrer Höhe von fast 4000 m ü. M.
Daniel steht seit Januar bei seinen beiden Arbeitgebern AOPEB und CPILAP im Einsatz, anderthalb Monate früher als vorgesehen.
Nach intensiver Wohnungssuche verfügen wir nun über die eigenen vier (Glas-)Wände, die dank Irenes geduldigem Umgang mit Maurern, Malern, Alleskönnern sowie Schreinern u.a. Möbellieferanten zum gemütlichen Zuhause geworden sind.
Seit kurzem widmet Irene ihre Energie mehr ausserhäuslichen Tätigkeiten, wie zum Beispiel der Suche nach einer Arbeit.




Innovativer Wohnungsmarkt

Mit etwas Glück und noch mehr Ausdauer bei den Besichtigungen ist es auch in La Paz möglich, eine gute, grosse und helle Wohnung zu finden. Eine unmöblierte 2-Zi-Wohnung kostet in zentral gelegenen Stadtteilen zwischen 200-300 USD monatlich, wobei mit 2 Zimmern immer nur die Schlafzimmer angegeben werden. Dazu kommt standardmässig noch ein living-comedor - also ein Wohn- und Esszimmer, Küche, Bad sowie in den meisten Fällen "dependencias" dazu. Dabei handelt es sich um ein zusätzliches Zimmerchen (in dem meist nicht mehr als ein Bett Platz hat) und ein separates WC, die für die Hausangestellte bestimmt sind.
Neben den Rubriken Vermietung und Verkauf gibt es unter den bolivianischen Wohnungsannoncen noch eine dritte Sparte, nämlich die sog. anticresis-Verträge. Mit diesen Verträgen können - wie auch mit Mietverträgen - von einzelnen Zimmern bis zu ganzen Häusern, aber auch Ladenlokale und Telefonlinien ausgeliehen werden. Diese Vertragsform sei vom römischen Recht abgeleitet, ob man den anticrético denn bei uns nicht kenne - wunderte sich unsere Rechtsanwältin.
Vielleicht liefern wir mit einer genaueren Beschreibung neue Impulse für den schweizerischen Wohnungsmarkt?
Anticrético
Beim Abschluss eines anticresis - Vertrages entrichtet der Anticresis-Nehmer dem Eigentümer der Wohnung eine einmalige Summe (hier üblicherweise in USD). Gemäss vertraglicher Vereinbarung wird dieselbe Summe nach Ablauf des Vertrages dem Anticresisten zurückerstattet. Die Vertragsdauer beträgt in der Regel ein obligatorisches und ein freiwilliges Jahr, wonach der Vertrag um weitere Jahre erweitert werden kann. Im Grunde genommen kann die Miete anhand der eingebüssten Kapitalzinsen ausgerechnet werden.
Im besten Fall erhält der Anticresist nach Vertragsablauf tatsächlich die gesamte investierte Summe zurück, und der Dollarkurs ist mindestens so hoch wie bei Vertragsabschluss; im schlimmsten Fall gibt es Schwierigkeiten bei der Rückzahlung der anticresis - Summe, weil die Preise gesunken sind oder kein Nachfolger gefunden werden kann, oder der Dollarkurs im Keller ist… Ein wenig finanzielle Abenteuerlust verträgt die Sache schon.
Ein Zahlenbeispiel: Wohnungen mit 2 Schlafzimmern, einem living-comedor und dependencias für die Hausangestellte werden in Zentrumsnähe zwischen 8000 und 16'000 USD angeboten.


Wohnen im Glaspalast

Wir wohnen nun also seit anfangs Februar in einer 2-Zimmer-Wohnung mit anticresis-Vertrag (dank kräftigen Investorenbeiträgen). Die Wohnung ist zentral gelegen (Stadtviertel San Pedro) und gut mit öffentlichen Transportmitteln und Märkten dotiert.
Da wir im zweiten Stock wohnen und unsere Aussenwände praktisch nur aus Fenstern bestehen, geniessen wir nicht nur den Ausblick in die uns umgebende Bergwelt, sondern auch auf die Hinterhöfe der umliegenden Häuser. Vom grosszügigen Living aus beobachten wir die Sitten der bolivianischen Festkultur in einem blumigen Hinterhof-Beizli, untermalt von den krächzenden Kommentaren eines Papageis. Von unserem Schlafzimmer aus freuen wir uns an einem herumtollenden Äfflein auf einer benachbarten Terrasse und neuerdings auch an einer gut funktionierenden Wäscheleine.
Das zweite Schlafzimmer wird von Judith belegt, einer INTERTEAM - Kollegin, die in einer Gemeinde ohne Wasser und Strom auf dem Altiplano die Verwaltung unterstützt (siehe Projektbeschrieb) und Anrecht auf zivilisiertere Wochenenden hat.
Im dritten, obersten Stock des Hauses wohnen die Eigentümer, ein Juristenpaar mit zwei Töchtern, welche die Universität besuchen, einem neunjährigen Jungen und der flinken Grossmutter Alicia. Unter uns lebt eine vierköpfige Familie. Im Hof sind noch etliche Eingänge von Wohnungen und Einzelzimmern, über deren BewohnerInnen wir den Überblick noch nicht haben.

Ein Blick in Kochtöpfe

Unsere Essgewohnheiten haben sich leicht gewandelt. Zum Frühstück gibt es jeden Tag einen frisch liquidierten (von licuadora, unserer unentbehrlichen Küchenmaschine) Fruchtsaft, meist von Mango, Papaya, Ananas, Banane oder Zitrusfrüchten, entweder mit Wasser oder Milch - es heisst, wir sollen viel Flüssigkeit zu uns nehmen, daher wird der Morgendrink hier täglich zelebriert. Obwohl die Milchprodukte im Verhältnis sehr teuer sind (1L Milch Fr. 0.75, 200g Butter Fr. 1.50, 1kg Joghurt Fr. 3.00), gehören wir zu den Förderern der Milchwirtschaft.
Reis & Kartoffeln scheinen in Bolivien ein unzertrennliches Paar zu sein: Nudeln gibt es ersatzweise für den Reis nur auf Verlangen, wenn überhaupt vorhanden. Das gäbe bei uns ein ergiebiges Fasnachts-Sujet her.
Die Suppenkultur ist hingegen unübertrefflich: kein Mittagsmenü ohne Suppe! So nahrhaft sind sie, dass man in den Anfangszeiten nach der Suppe eigentlich genug hatte: entweder Weizen, Hafer, Erdnuss oder Nudeln mit weissem Mais, Rüben, Kartoffeln und Gewürzkräutern sowie einem Stück Suppenfleisch gehören zum Standard.
Als Hauptgang wird neben der erwähnten Kartoffel-Reis-Kombination meist ein Stück Fleisch oder Poulet aufgetischt.
Die Bolivianer sind landesweit Meister im Pouletverzehr; inzwischen besuchen sogar wir ab und zu die auf "Pollo a la Broaster" spezialisierte Self-Service-Kette!
Die Höhenluft ist dem Verdauen von ausführlichen Abendessen, wie wir sie früher pflegten, nicht förderlich. Also gehen wir mittags in eines der vielen kleinen Quartier-Restaurants und lassen uns für 5-10 Bolivianos (etwa Fr. 1.25-2.50) ein "almuerzo familiar" servieren, mit einer kleinen Vorspeise, Suppe, Hauptgang und Dessert. Kein eigenes Geköche kommt zeitlich und finanziell gegen diese Vorgaben an... Um es nicht ganz zu verlernen, brutzeln wir abends leichte vegetarische Kost.
Neues von der Backfront: nach dem Backpulver machte uns zunächst das Salz zu schaffen. Nach drei weiteren Kuchenversuchen mit nachträglichem Aha-Effekt - einem Schokoladekuchen mit salziger Butter, einem Rüeblicake mit salziger Margarine und einer Quarktorte mit salzigem Quark - , werden wir die jeweiligen Ingredienzen künftig vor dem Backen genauer unter die Lupe nehmen.
Auch hat sich ein neuer Erfahrungsschatz rund um das Brot aufgetan. Als Alternative für das (zu) wenig gesalzene Weissbrot und das krustenlose Schwarzbrot auf dem Markt haben wir begonnen, selber Brot zu backen. In diesem Fall haben sich Rezepte, die eigentlich für Mikrowellenherde bestimmt sind, zum Teil bewährt; glücklicherweise hatten wir anfänglich noch keine Wage, so dass garantiert jedes Brot / jeder Zopf eine neue Abwechslung für den Gaumen brachte!
Vor kurzem haben wir ein B.B.-Brotbackbuch aus der Schweiz zugeschickt bekommen, nun wird die Rubrik "Brot backen" wohl nicht mehr so spektakulär, oder jedenfalls erfolgreicher ausfallen…



Ob dieser eher engen Produkteschau sind die Eigenheiten der reichhaltigen bolivianischen Küche etwas zurückgedrängt worden. Wir möchten dies mit der Präsentation eines der Produkte eines AOPEB-Affilierten, nämlich der Quinua (oder Quinoa) nachholen.

Quinoa, das Korn das keines ist...

…wird seit Jahrtausenden in Südamerika kultiviert und gegessen. Es wird als eines der perfektesten Nahrungsmittel der Welt beschrieben. In der Tat finden die Quinoa-Körner in allen Stadien des täglichen Menü-Ablaufs Verwendung: als warmes Frühstücks"getreide", als Kindernahrung, als Reis-Ersatz; als nahrhaftes Dickungsmittel in Suppen, Chili- und Schmorgerichten; aber auch im Brot, in Salaten, Getränken und Desserts ist es anzutreffen. Obwohl es im Rohzustand mit seinen etwa 1 Millimeter dicken runden Körnern wie Getreide aussieht, gehört die Pflanze zu der Familie der Gänsefussgewächse, und entpuppt sich daher als ein Verwandter von Spinat und Zuckerrübe (!).
Die Quinoa-Pflanze wächst in Höhenlagen von bis zu 5000 m ü.M., widersteht sowohl grosser Hitze als auch frostigen Temperaturen und geringem Niederschlag. In Peru und Bolivien soll es Samenbanken mit ca. 1800 Quinoasorten geben, deren Farbe von pink und orange bis blauschwarz, purpur und rot reichen. Vor ca.15 Jahren haben nordamerikanische Händler die Pflanze entdeckt und mit dem Anbau und der Kommerzialisierung in den USA begonnen.
Die Quinoa-Samen sind von Natur aus von einem Saponin-Mantel umgeben, der sie gegen Vögel und Insekten schützt. Damit dieser bittere Wirkstoff verschwindet, müssen die unpräparierten Körner in heissem Wasser gewaschen und gut gespült werden. Beim Kochen wird wie bei Getreide verfahren: erst am Schluss des Kochvorgangs salzen und würzen, sonst verlängert sich die Garzeit. Das Quinoa-Mehl ist ein glutenfreies Produkt, das zwar allein kein zusammenhängendes Brot hergibt, aber für Gluten- oder Weizen-Allergiker eine willkommene Bereicherung des Speisezettels darstellt. Vom Nährwert her enthält Quinua mehr Kalzium, Eisen und Protein als Weizen (siehe unter: www.quinoa.com/quinoa.htm
Von den AOPEB-Affilierten ist ANAPQUI der Quinoa-Spezialist: diese Vereinigung von Quinoa-Produzenten produziert aus biologischer Quinoa neben pfannenfertigen (bereits gewaschenen) Samen auch lyophilisierte Körner für Müesli, Mehl und daraus neuerdings auch Quinoa-Pasta… Einige dieser Produkte sind auch in der Schweiz erhältlich, etwa in Reformhäusern oder Weltläden.




Pressealltag & Politik

Die bolivianische Tagespresse bietet einen guten Überblick über die aktuellen Probleme des Landes. Am ausführlichsten berichtet La Razón, aber auch El Diario oder La Prensa enthalten gute Beiträge. El Pulso bietet sowohl eine tägliche Presseschau als auch eine gute und kritische Wochenzeitung.
Schlagzeilen haben in den letzten Monaten vor allem Naturkatastrophen wie Überschwemmungen mit Hunderten von obdachlosen Familien, Erdrutsche und vom Hochwasser gerammte Brücken mit Verkehrstoten, verschüttete Minenarbeiter und die Karnevalstoten (Autounfälle, Alkoholvergiftungen, Selbstmorde) gemacht.
Am 5. Februar, dem ersten Schultag, haben die staatlich angestellten Lehrer für mehr Lohn gestreikt. Das Bildungsniveau in Bolivien soll, laut einer Evaluation von UNESCO, zu den niedrigsten im Kontinent zählen. Die bolivianische Schulreform wird nur zögerlich umgesetzt. In den staatlichen Schulen sind Klassen mit 45 Schülern keine Seltenheit, in privaten Schulen sind es etwas weniger.
Am 16. Februar haben landesweit - ausser in La Paz - die im Transportwesen Tätigen wegen einer neuen Unfallversicherung gestreikt. Auf Regierungsebene war u.a. das Transportministerium im Gespräch, da wegen personellen Unregelmässigkeiten ein paar Millionen Dollar für den Strassenbau blockiert sind. Wegen den ungewohnt heftigen Regenfällen sind viele Strassen z.T. unpassierbar und gefährlich geworden, so dass während einiger Zeit ein Nachtfahrverbot ausgehängt werden musste.
Im März wurde gegen die Privatisierung der staatlichen Telefongesellschaft COTEL demonstriert. Zur Zeit (Ende April) gibt es kaum einen Berufsstand, der mit der aktuellen Regierung zufrieden wäre. Streiks, Protestmärsche und Strassenblockaden, aber auch massive Polizei-, Militär- und Tränengaseinsätze sind an der Tagesordnung. Die Regierung hat eine Strategie gegen die Armut veröffentlicht, die in einem 200seitigen Dokument festgehalten wird. Eine Zusammenfassung mit Kommentar befindet sich in der Sparte Ecos aus dem Projektumfeld.
Ein wiederkehrendes Thema ist die Ausrottung der "überzähligen" Coca-Pflanzen (die zur Herstellung von Kokain dienen).


Kein Text

Einer der wenigen - und zudem sehr umstrittenen - Erfolge, welche die aktuelle Regierung in den ersten drei Jahren ihrer Mandatszeit aufweisen kann, ist die praktisch vollständige Ausrottung der Coca-Pflanzungen (rund 38'000 Hektaren) in der Region Chapare, nordöstlich von Cochabamba gelegen.
Die Kosten dieser von der amerikanischen Regierung mit Geld und Militärhilfe unterstützten Politik müssen die Bauern tragen. Als Ersatz für die bescheidenen Einnahmen durch den Verkauf der Cocablätter an die verzweigten Netze der Kokain-Produzenten, erhielten sie Saatgut für die Anpflanzung von alternativen Agrarprodukten, die jedoch kaum die Selbstversorgung garantieren können. Ein grosser Teil der internationalen und nationalen Gelder, die zur Finanzierung des Ausstiegs aus der Coca-Produktion bereitgestellt wurden, ist gar nie bei den Bauern angekommen, sondern in den Taschen von korrupten Funktionären, Politikern und sogar von Drogenhändlern verschwunden.
Die Regierung will nun zum Abschluss ihrer fünfjährigen Regierungszeit auch in den Yungas, der zweiten wichtigen Coca-Region von Bolivien, reinen Tisch machen.

Der Coca-Konflikt

Ein amerikanischer Satellit hat nämlich festgestellt, dass in den Yungas 13'700 Hektaren Coca angepflanzt werden, während das bolivianische Gesetz ein Maximum von 12'000 Hektaren für den legalen nationalen Konsum erlaubt.
Studien von Internationalen Organisationen sowie die aktuellen Entwicklungspläne der Gemeinden in den Yungas berechnen hingegen die mit Coca-Pflanzen kultivierte Fläche auf knapp 11'000 Hektaren. Selbstverständlich vertraut die Regierung dem amerikanischen Weltraumauge mehr als den Aussagen der eigenen Bürger und ist entschlossen, die überschüssigen 1700 Hektaren radikal auszurotten.
Die Yungas sind aber nicht Chapare. Während die intensive Coca- Produktion in Chapare jüngeren Datums ist und rund 99% der Ernte für die illegale Kokainproduktion bestimmt war, ist es in den Yungas genau umgekehrt. Bereits zu Zeiten der Inkas gab es dort Coca- Pflanzungen und über 90% der heutigen Produktion ist für den nationalen Konsum bestimmt. Die ökonomische Bedeutung - Coca ist noch vor Kaffee das wichtigste Agrarprodukt in den Yungas - und die tiefe Verwurzelung der Coca

Kein Text

in der Tradition und der Religion der Yungeños hat zur Bildung einer breiten Widerstandsbewegung geführt. Da die Regierung von ihrem Vorhaben nicht ablässt, fanden bereits Ende April die ersten Protestmärsche der Cocaleros statt. Für den Mai sind Strassenblockaden angekündigt. Die sozialen Unruhen im Mai und September des letzten Jahres haben gezeigt, dass solche Proteste hohe soziale und wirtschaftliche Kosten verursachen. Zudem ist die Stimmung im Land auf Grund der Wirtschaftskrise und des zunehmenden Vertrauensverlustes in das politische System sehr angespannt, so dass dieses Mal das soziale Pulverfass endgültig explodieren könnte. Die Regierung geht also mit ihrer Coca-Politik grosse Risiken ein, aber mit welchem Ergebnis?
Bis jetzt habe ich noch von keiner Studie gehört, die nachweisen würde, dass dank der Ausrottung der Coca-Pflanzungen in Chapare das Angebot an Kokain auf dem Weltmarkt gesunken wäre und / oder der illegale Konsum in den USA oder anderswo abgenommen hätte. (Quellen: El Pulso, año 2, No 88, Tageszeitungen)


Wer mehr zum umstrittenen Thema der Coca wissen möchte, oder sonst einfach seine Lesefertigkeit im Spanischen testen will, besuche folgende Sites: zur Verwendung der Coca in der prähispanischen und in der kolonialen Epoche, über Konsum & Wirkung der Cocapaste (basuco) und eine reich dokumentierte didaktische Einheit zu "Coca, Cocaína y Narcotráfico".


Lebenskosten

Daniels Einsatz wird nicht mit einem Lohn, sondern mit der Vergütung der (ortsangepassten) Lebenskosten abgegolten. Die Höhe dieser Lebenskosten wird in Zusammenarbeit mit der örtlichen Koordination und der Geschäftsstelle INTERTEAM jährlich festgelegt. In der Schweiz werden die nach Schweizer Recht geltenden Versicherungen (AHV/ALV; Krankenkasse, Pensionskasse) sowie eine Wiedereingliederungssumme von INTERTEAM mit Hilfe von Bundesgeldern gedeckt. Die Lebenskosten werden teils von der Partnerorganisation und teils von INTERTEAM bezahlt.
Da INTERTEAM jedoch nur zu 70% von Bundesgeldern finanziert wird, müssen die restlichen 30% über Fundraising und Spenden eingeholt werden. Wer spenden möchte, kann seinen Beitrag an folgendes Konto überweisen:

PC-Konto 60-22054-2,
Spendenvermerk: Einsatz Daniel Ott, Bolivien,
INTERTEAM, Untergeissenstein 10/12, 6000 Luzern 12.

Bei der Gelegenheit möchten wir all jenen herzlich danken, die uns bereits eine finanzielle Unterstützung haben zukommen lassen, ganz besonders unseren Eltern.
Hier einen Überblick über die für uns festgelegten Lebenskosten (LK) für das Jahr 2001 in CHF.:

Mietzinse inkl. NK 5940
Lebensmittel 3232
Transport 2690
Kleidung 457
Kommunikation 590
Freizeit und Ferien 1394
Sicherheit 697
Total 15'000
Finanzierung der LK
Jahresbeitrag AOPEB 2000
Spenden, INTERTEAM 13'000




WER IST INTERTEAM?

INTERTEAM ist eine Organisation der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. INTERTEAM vermittelt und begleitet freiwillige Fachleute in Einsätze nach Afrika, Lateinamerika und Papua Neuguinea. In zehn Ländern geben rund 100 Mitarbeitende ihre Berufskenntnisse weiter.
Voraussetzungen für einen Einsatz sind eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufspraxis und die Bereitschaft zu einem 3-jährigen Einsatz.
INTERTEAM ist eine ökumenische Organisation, die sich für die Werte Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einsetzt. INTERTEAM wurde 1964 gegründet und hat seinen Sitz in Luzern Die Finanzierung erfolgt durch den Bund, das Fastenopfer und Spenden.
INTERTEAM ist ZEWO-anerkannt.

Internet: www.interteam.ch
E-mail: interteam@bluewin.ch
Tel. 041 360 67 22, Fax 041 361 05 80




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