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Geografische Lage:  

Das vorliegende Projekt wird in Bolivien im Departamento La Paz in der Stadt El Alto realisiert, der Stadt mit der hoechsten Armuts- und Analphabetenrate des Landes. El Alto ist eine junge Stadt, erst vor 15 Jahren wurde sie von La Paz  abgetrennt. Sie ist auf ca. 4 100 m. ü. M. im Westen Boliviens, im andinen Raum gelegen.
Die Jahresdurchschnittstemperatur betraegt 8° C.  

Das umschriebene Projekt wird im 1982 gegruendeten Stadtteil “25. Juli”, Distrikt 4, Rio Seco durchgefuehrt, einem Quartier mit 1 050 Grundstuecken von je ca 240 m², mit ca 7 000 EinwohnerInnen. Eine durchschnittliche Familie hat sieben Familienmitglieder, vor allem Kinder und Jugendliche. Die Mehrheit der Bevoelkerung ist unter 18 Jahren.

Die Arbeitslosigkeit nimmt zu, es gibt sehr wenig feste Arbeitsplaetze. (Arbeitslosenquote 80 %) Um fuer die Lebenskosten aufzukommen, arbeiten die meisten Maenner auf dem informellen Markt als Maurer oder Handwerker. Wenige arbeiten als Gemeindeangestellte oder in anderen Berufen. Durch diese verschiedensten Berufe ist es schwierig, ein Pro-Kopf-Einkommen zu bestimmen. Die Frauen haben nur selten Schulausbildung und fast nie eine Berufsausbildung. Sie unterstuetzen notwendigerweise das Familieneinkommen mit Waeschewaschen und Gemueseverkauf.

Als Konsequenz der freien Marktwirtschaft wird handwerkliche Arbeit immer schlechter bezahlt. Aus diesem Grund nimmt die Armut in unserem Stadtteil staendig zu, ein Grossteil der Familien lebt unter dem Existenzminimum.  

Zur Situation der Kinder des Barrios: Aus den  vorhergehenden Ueberlegungen wird deutlich, dass die Muetter und Vaeter, in vielen Faellen auch die aelteren Geschwister, den ganzen Tag ausser Haus arbeiten oder Arbeit suchen, um wenigstens das taegliche Brot auf dem Tisch zu haben, waehrend die kleineren Kinder halbtags in die Schule gehen und danach voellig sich selbst ueberlassen sind. Am schwierigsten ist die Ernaehrung: sie bereiten sich selbst eine Mahlzeit, wenn sie aus der Schule kommen oder in Extremfaellen essen sie erst, wenn abends ihre Eltern nach Hause kommen. Genausowenig kuemmern sie sich um ihre Schularbeiten.  

Die Haeuser der durchschnittlich 7koepfigen Familien bestehen normalerweise aus 2 Zimmern, in denen es 2 – 3 Betten fuer die ganze Familie gibt, keinen Stuhl, in den wenigstens Faellen einen Kleiderschrank, oft keinen Tisch. Die Kueche besteht aus zwei Kochplatten, mit Gas betrieben. Es gibt keine Moeglichkeit zu heizen – und das, obwohl die Temperatur nachts sehr oft unter Null Grad faellt.

In unserem Quartier haben nur gerade 60 % Trinkwasseranschluss. Das heisst konkret: Knapp die Haelfte der Familien holt taeglich das benoetigte Wasser aus dem Quartierbrunnen oder von Nachbarn. Toiletten und Duschen existieren nur in wenigen Haeusern, gewaschen wird mit kaltem Wasser. Dementsprechend sind die hygienischen Verhaeltnisse.  

Es gibt keine Gesundheitsstation oder Aerzte in unserem Viertel. Andere Dienstleistungen, wie Telefon, existieren nicht in unserer Zone.

2004 Projekt Yanapawi Karin Vogler Webmaster last updated: 31.12.2004