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Schulwesen
 
Die Junta dieses Barrios (politische Basisorganisation des Barrios) hat es geschafft, eine eigene kleine Barrioschule zu gründen. Dies war nötig, da die benachbarten Schulen alle zu weit weg liegen (bis zu einer Stunde Fussweg für Kinder) und völlig überfüllt sind. Das heisst konkret, dass einige Kinder erst spät eingeschult wurden, da sie den Schulweg nicht auf sich nehmen konnten.Derzeit findet für ca. 180 eingeschriebene Kinder der Unterricht in 5 Klassen in den Gemeinschafsträumen des Barrios statt.Kindergarten: 54 Kinder in einem Raum von 40m²,  roher Betonboden, kein Spielmaterial, nur Tische und Stühle sonst nichts.
  1. Klasse: 39 Kinder Raum von 20 m², einziger Schmuck eine Tafel
  2. Klasse: 30 Kinder im Eingangsraum 25m², Durchgangszimmer für Eingang, Abstellraum, WC, Küche
  3. Klasse: 31 Kinder in der Küche, 20 m²
  4. Klasse: 26 Kinder in der benachbarten Kapelle
Für die ganze Schule steht nur ein WC zur Verfügung!

Eigentlich ständen schon 2 neu gebaute adäquate Klassenzimmer zur Verfügung, allerdings hat das Bürgermeisteramt die Baufirma noch nicht bezahlt, so können diese Räume noch nicht genutzt werden. Fertig sind sie seit Mitte Februar. Trotzdem bleibt das Problem, dass es nach wie vor zu wenig Räume gibt, kein pädagogisches Material, und, was das Schlimmste ist: von den 6 KlassenlehrerInnen und 2 FachlehrerInnen, die in der Schule arbeiten, werden nur zwei vom Staat bezahlt. Das heisst, dass die restlichen verständlicherweise kurz vor dem Wegspringen sind, was wiederum für unsere Schüler bedeuten würde, dass sie keinen Unterricht mehr haben könnten. Die letzten Monate wurden mit kleinen Geldgaben von einem Fond überbrückt, aber wie wir die 600 Bol pro Monat( ca 1200 ATS, 150 Sfr, 170 DM) pro Lehrer auftreiben sollen, bleibt ein Rätsel. Dabei ist in diesem Lohn noch nicht einmal die Sozialversicherung enthalten, die 20 % vom Lohn ausmachen würde und ein absolutes Muss sein sollte. Klarerweise wäre es normalerweise  Sache vom Staat für diese Kosten aufzukommen aber bis die nötigen Lehrerbewilligungen ausgesprochen sind geht es wahrscheinlich doch noch 2-3 Jahre

Nachhilfeprojekt  
Wie oben geschildert, bleiben viele Kinder den Nachmittag über sich selbst überlassen und haben nicht einmal ein vernünftiges Mittagessen oder die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben zu erledigen.Die üble Lage der Kinder erfordert geradezu ein Nachhilfeprojekt. Es geht um die Zukunft der Kinder, um ihre Ausbildung und darum, dass sie sich zu verantwortungsvollen Mitgliedern unserer Gesellschaft entwickeln können. Das vorliegende Projekt soll 50 Kinder zwischen Kindergarten und Drittem Schuljahr kostenlos fördern, vor allem auch Kinder, die Mühe haben in der Schule.Zudem bekommen alle Kinder täglich einen gesunden Zwischenimbiss, der aus Früchten, Vollkorngetreiden oder sonstigen nahrhaften Zutaten besteht. Die Kinder haben die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen ihre Zeit zu verbringen.Ausserdem konnten wir eine Zahnärztin und eine Krankenschwester dazu gewinnen, dass sie die Kinder der Nachhilfeschule (zahn-) ärztlich mitbetreuen.

 

 

  Die Ziele der Nachhilfeschule sind:  
  • In der Aneignung der Lernstoffes Hilfestellungen geben.
  • Mit didaktischen Spielen für alle Lernbereiche Anstöße geben.
  • Eine geborgene Umgebung (im Bereich des Möglichen) für die vernachlässigten Kinder schaffen.
  • Entdecken und Fördern von Begabungen.
  • Bereitstellen von didaktischem Material.
  • Bereitstellen von Büchern und Nachschlagewerken.
  • Ethische und Religiöse Werte fördern.
  • Mit einem täglichen Imbiss zur gesunden Ernährung der Kinder beitragen.
  • Den allgemeinen Gesundheitszustand der Kinder verbessern.
  • Am Schluss erhalten die teilnehmenden Kinder eine Bescheinigung über den Besuch des Förderprogrammes.
Die Nachhilfeschule kann nur durch Mittel von aussen finanziert werden. Die Eltern bezahlen den symbolischen Beitrag von 1 Bs ( 2 Ats, 0,2 Sfr, 3 Pfennige) im Monat für die Nachhilfeschule und 5 Bs jährlich für die gesundheitliche Betreuung. Mit diesem Geld kann noch nicht einmal der kostengünstige Zwischenimbiss vollständig gedeckt werden.

Anfallende Kosten sind:  
  • Gehälter der 5 ErzieherInnen: Mindestlohn 400 Bs pro Monat
  • Didaktisches Material
  • Zwischenimbiss
  • Unterhaltskosten,

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Frauengruppe

In den meisten Fällen ist es nötig, dass die Fraün mitverdienen müssen oder sogar von ihren Männern mit einigen Kindern alleingelassen werden und die Familie allein ernähren müssen. Mangelnde Schulausbildung der Fraün und Analphabetismus verunmöglicht ihnen den Zugang zur Berufsausübung.

Aus diesem Grund hat sich im Februar diesen Jahres eine Fraüngruppe gebildet, die im Moment vor allem kleine Fingerpuppen strickt, die in der Schweiz, Deutschland und Österreich verkauft werden sollen. Es gibt auch Versuche, im Inland dafür einen Markt zu entdecken. Mit dem kleinen Verdienst der Fraün können sie sich und ihre Familie etwas besser über Wasser halten.Die Frauengruppe ist auch interessiert an Weiterbildung, z. B. Alphabetisierungskurse, Fortbildung im Gesundheitsbereich,…
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2004 Projekt Yanapawi Karin Vogler Webmaster last updated: 01.01.2005